Ich gebe im Präsenzmodus gerne Handouts für Notizen aus. Für eine digitale Veranstaltung würde ich gerne anstelle der Notizlinien ein bzw. jeweiles für jede Folie ein frei ausfüllbares Textfeld, in dem man eigene Notizen eingeben und dann als neues Dokument abspeichern kann.

Edit: Musste ein anderes, kein eigenes, Beispiel raus suchen, da mein Code nicht lief.

\documentclass[12 pt,handout]{beamer} 
\usetheme{Berlin}

\mode<handout>{
\usepackage{pgfpages}
\pgfpagesuselayout{8 on 1}[a4paper,border shrink=5mm]
\setbeamertemplate{note page}{%
    \fontsize{12pt}{32pt}\selectfont
    Notes

    \rule{\textwidth}{1pt} \rule{\textwidth}{1pt} \rule{\textwidth}{1pt} \rule{\textwidth}{1pt} \rule{\textwidth}{1pt} \rule{\textwidth}{1pt} \rule{\textwidth}{1pt} \rule{\textwidth}{1pt}\par
}

\setbeameroption{show notes}
}
\makeatletter 
\def\beamer@framenotesbegin{%   at beginning of slide   
    \gdef\beamer@noteitems{}%   
    \gdef\beamer@notes{{}}% used to be totally  empty. 
}
\makeatother
\title{Test title}
\author [X.Y.] {X Y}
\date [November 2013] {November 9, 2013}
\begin{document}
\begin{frame}[plain,noframenumbering]
    \titlepage
\end{frame}
\begin{frame}{Overview}
    \tableofcontents
\end{frame}
\section{Section 1}
\begin{frame}[t]{Frame 1}
\end{frame}
\end{document}

gefragt 22 Jan, 11:09

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Tischa
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bearbeitet 22 Jan, 12:05

@Tischa Da dein beispiel nicht lauffähig ist, kann ich mit dem code leider gerade nicht viel anfangen. Mir scheint aber, dass du nicht versucht hast, formularfelder mit hyperref zu erstellen. Daher sei auf abschnitt 7 der aktuellen hyperref anleitung hingewiesen. hyperref wird von beamer automatisch geladen.

(22 Jan, 11:40) huibub
1

@Ijon Tichy Wie die Doku von pgfpages ausdrücklich schreibt, macht es links kaputt, "they will appear at totally wrong positions on the final output". Das passiert auch mit Textfeldern. Sie sind an der falschen Stelle. Man könnte versuchen auszurechnen, wie die Transformation ist und die Textfelder entsprechend verschieben, aber ich halte es für unnötig. Wenn ich direkt in einem pdf kommentieren will, verwende ich einfach die Kommentarfunktion vom Reader, da braucht man kein Formfeld.

(22 Jan, 18:48) Ulrike Fischer

Das Eingabefeld ist weniger als Kommentarfeld eines bestehenden Textes gedacht, sondern als Möglichkeit für Studenten den auf den Folien aufgeführten Inhalt durch eigene Gedanken, Notizen etc. zu ergänzen und damit über einfache Kommentar hinaus.

(23 Jan, 11:55) Tischa
1

@Tischa Formfelder bieten nicht mehr Möglichkeiten als Textkommentare. Tatsächlich sind Formfelder restriktiver, weil Ort und Größe vorgegeben sind, während Kommentare frei platziert werden können.

(23 Jan, 15:15) Ulrike Fischer

@Ijon Tichy Ich wusste tatsächlich nicht, dass das bei handouts nicht funktioniert. Da der code zu dem zeitpunkt auch nicht lauffähig war, sah ich mich auch nicht berufen, sowohl den code lauffähig zu machen, als auch das auszuprobieren. Ich hatte sogar zweifel wegen der authentizität.

Danke übrigens für die alternativlösungen. Ich verwende die kommentarfunktion selbst ebenfalls sehr oft, bin aber in der tat nicht auf die idee gekommen, sie hier vorzuschlagen. Sie ist aber natürlich super für eigene notizen auch auf einem handout geeignet. Manchmal ist man ja leider auch etwas betriebsblind.

(23 Jan, 19:20) huibub

Im Handout-Modus fände ich die Formfelder intuitiver und aufgeräumter als die Kommentarfunktion. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das nachträgliche Ausdrucken besser im Formfeld aussieht?

(25 Jan, 04:20) Tischa

Deine Antwort ist prima. Hab sie mir schon in meinen Vorlagen abgespeichert.

(25 Jan, 08:58) Tischa
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Da beamer im gezeigten Beispiel für die Platzierung sowohl sowohl der Folien als auch die Notizen pgfpages verwendet und dabei wie @Ulrike Fischer korrekt bemerkt hat, laut Dokumentation nicht nur Links sondern auch die Position der Eingabefelder verloren geht, kann man das leider nicht über Formularfelder realisieren.

Eine Möglichkeit bestünde aber darin, nicht den handout Modus von beamer zu verwenden, sondern ein Zweitdokument anzulegen. Dabei kann man dann die vorhandenen Folien per \includegraphics aus dem Präsentations-PDF laden und daneben tatsächlich ein Notizfeld anlegen. Man hat also einerseits ein Dokument test-presentation.tex:

\documentclass[12pt]{beamer} 
\usetheme{Berlin}

\title{Test title}
\author [X.Y.] {X Y}
\date [November 2013] {November 9, 2013}
\begin{document}
\begin{frame}[plain,noframenumbering]
    \titlepage
\end{frame}
\begin{frame}{Overview}
    \tableofcontents
\end{frame}
\section{Section 1}
\begin{frame}[t]{Frame 1}
\end{frame}
\end{document}

Und ein zweites Dokument handout.tex:

%!TeX None
% Da dieses Dokument im Online-Compile ohne das Ergebnis aus dem vorherigen
% nicht funktioniert, habe ich die Verwendung des Online-Compilers mit der
% ersten Kommentarzeile deaktiviert.
\documentclass[DIV=20]{scrartcl}
\usepackage{graphicx}
\usepackage{hyperref}
\newcommand*{\FrameAndNote}[1]{%
  \par
  \noindent
  \raisebox{-\totalheight}{%
    \includegraphics[page=#1,width=.5\linewidth]{presentation.pdf}%
  }\hfill
  \begin{minipage}[t]{.45\linewidth}
    \raggedright
    Note:

    \medskip
    \TextField[multiline,width=\linewidth,height=.2\textheight]{}
  \end{minipage}\par
}
\begin{document}
\begin{Form}
  \FrameAndNote{1}
  \FrameAndNote{2}
  \FrameAndNote{3}
\end{Form}
\end{document}

Nun erzeugt man zuerst presentation.pdf aus dem ersten Dokument und verwendet dann das zweite für das Handout mit funktionierenden Formularfeldern für die Notizen.

Prinzipiell könnte man das natürlich auch wahlweise mit einem externen Prozessor wie arara oder per shell escape automatisieren:

%!TeX None
% Da diese Möglichkeit danach verlangt, pdflatex with option --shell-escape
% aufzurufen, funktioniert dieses Beispiel nicht im Online-Compiler. Daher
% habe ich dessen Verwendung mit der ersten Kommentarzeile deaktiviert.
\begin{filecontents}[force]{\jobname-presentation.tex}
\documentclass[12pt]{beamer} 
\usetheme{Berlin}

\title{Test title}
\author [X.Y.] {X Y}
\date [November 2013] {November 9, 2013}
\begin{document}
\begin{frame}[plain,noframenumbering]
    \titlepage
\end{frame}
\begin{frame}{Overview}
    \tableofcontents
\end{frame}
\section{Section 1}
\begin{frame}[t]{Frame 1}
\end{frame}
\end{document}
\end{filecontents}

\documentclass[DIV=20]{scrartcl}
\usepackage{graphicx}
\usepackage{hyperref}
\usepackage{shellesc}
\newcommand*{\FrameAndNote}[1]{%
  \par
  \noindent
  \raisebox{-\totalheight}{%
    \includegraphics[page=#1,width=.5\linewidth]{\jobname-presentation.pdf}%
  }\hfill
  \begin{minipage}[t]{.45\linewidth}
    \raggedright
    Note:

    \medskip
    \TextField[multiline,width=\linewidth,height=.2\textheight]{}
  \end{minipage}\par
}
\ShellEscape{pdflatex \jobname-presentation.tex}
\ShellEscape{pdflatex \jobname-presentation.tex}
\begin{document}
\begin{Form}
  \FrameAndNote{1}
  \FrameAndNote{2}
  \FrameAndNote{3}
\end{Form}
\end{document}

Natürlich ist so ein Vorgehen weniger komfortabel als die Verwendung des handout-Modus von beamer.

Einfacher wäre daher, wie @Ulrike Fischer in einem Kommentar erwähnt hat, dass man den Studenten erklärt, wie die Kommentarfunktion der meisten PDF-Reader funktioniert. Dann können sie die Notizen einfach darüber einfügen. Dann kann man auch wieder die handout-Funktion von beamer mit ihrem ganzen Komfort verwenden. Darüber hinaus hat die Kommentarfunktion der PDF-Reader den Vorteil, dass man Kommentare nicht nur an einem festen Platz einfügen und unterschiedliche Farben und zusätzlich Striche oder Textmarkerfunktionen etc. nutzen kann. Es lohnt sich also durchaus, den Umgang damit zu erlernen.

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beantwortet 23 Jan, 13:42

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gast3
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bearbeitet 25 Jan, 08:53

Gäbe es noch die Möglichkeit den Befehl \FrameAndNote{} so anzupassen, dass automatisch alle Seiten aus dem Quellpdf übernommen werden?

(10 Feb, 02:02) Tischa

@Tischa Ich überlege gerade, ob das wirklich sinnvoll ist. Alle seiten aus dem pdf würde bei frames mit overlays wohl bedeuten, dass man jedes einzelne overlay im handout hätte. Normalerweise ergibt es aber mehr sinn, wenn im handout nur das fertig aufgebaute frame enthalten ist.

(10 Feb, 15:54) huibub

Das kann man mit handout ja in der Quellpdf entsprechend vorher so machen.

(10 Feb, 15:58) Tischa

@Tischa Dann kannst du ja auch am ende des beamer-dokuments die nummer in eine datei schreiben, die im handout-dokument lesen und dann eine schleife darüber laufen lassen. Bei verwendung von pdflatex kann man auch das beamer-pdf öffnen und die anzahl der seiten direkt ermitteln, so wie das pdfpages auch macht. Siehe dazu \pdfximage und \pdflastximagepages in der pdftex-anleitung.

(10 Feb, 16:21) huibub
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gestellte Frage: 22 Jan, 11:09

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zuletzt geändert: 10 Feb, 16:21